Was Bluetooth-Fallback in der Praxis bedeutet
Wenn LTE ausfällt, übernimmt Bluetooth. Wir zeigen, wie der Wechsel im Betrieb wirklich aussieht.
Wenn ein Self-Storage-Standort in Tirol auf 1.800 Metern Höhe liegt, ist das mit dem mobilen Internet so eine Sache. An manchen Tagen läuft alles. An anderen — typischerweise bei Schneefall — bricht die Verbindung weg, manchmal für Stunden.
Genau für solche Situationen haben wir den Bluetooth-Fallback gebaut. Aber was bedeutet er eigentlich konkret, wenn ein Kunde vor der Tür steht und seine Box öffnen möchte?
Drei Schichten Konnektivität
Sedisto-Standorte arbeiten mit drei aufeinander aufbauenden Verbindungsarten: erstens das lokale LAN (PoE-Controller), zweitens eine eigene LTE-SIM im Gateway als Internet-Backup, drittens — wenn beides ausfällt — Bluetooth Low Energy zwischen Smartphone und Türcontroller.
Was passiert beim Türöffnen?
Wenn ein Kunde die App öffnet, erkennt sie über die Geräteposition, in welchem Standort er sich befindet. Die Berechtigungen für diesen Standort hat die App bereits beim letzten Online-Sync heruntergeladen — verschlüsselt, mit kurzer Gültigkeit, signiert vom Sedisto-Backend.
Der Kunde merkt vom Wechsel zwischen LTE und BLE überhaupt nichts. Die Tür öffnet sich. Punkt. — Markus Behrens, Geschäftsführer StadtSpeicher Berlin
Warum das ein Sicherheitsgewinn ist
Ein verbreitetes Argument gegen Offline-Fähigkeiten lautet, sie würden die Angriffsoberfläche vergrößern. In unserer Architektur ist das Gegenteil der Fall: Berechtigungen werden zentral verwaltet, aber kryptographisch signiert ausgeliefert. Auch ein Angreifer, der das BLE-Protokoll abhört, kommt an keine gültigen Schlüssel.
Wir haben den Mechanismus über die letzten 18 Monate an 12 Standorten in der Praxis gemessen. Das Ergebnis: 99,98 % Verfügbarkeit, davon 0,4 % nur dank des Bluetooth-Fallbacks. Klein klingt, ist aber der Unterschied zwischen einem Anruf an die Hotline und einem ruhigen Sonntag.